Als Mio die schweren Türen des Kurosawa-Hauses aufstößt, bricht plötzlich ein heftiges Gewitter los. Eine erdrückende Präsenz liegt in der Luft. Mios Taschenlampe flackert zweimal und erlischt völlig. In der Dunkelheit zerreißt ein greller Blitz den Nachthimmel und offenbart unzählige panische Geister, die verzweifelt aus dem Anwesen fliehen.
Die Taschenlampe fällt aus
Im Licht des Blitzes sieht Mio, wie Mayu vor ihr nach links abbiegt. „Mayu!“ Ihr Herz zieht sich zusammen, und sie nimmt sofort die Verfolgung auf.
Mio blickt nach oben, richtet die Kamera auf das Geländer und fotografiert eine hinabblickende Gestalt (Flüchtiger Geist: Herabblickender Mann). Die Tür rechts ist mit einem „Doppel-Raute“-Schloss versiegelt. Da sie sich nicht öffnen lässt, folgt Mio Mayu nach links.
Im Flackerlicht-Raum ertönt aus der Leere ein panischer Schrei: „Der Kusabi kommt...!“ Ein verzerrtes Gesicht taucht auf. Mio drückt sofort ab (Flüchtiger Geist: Versteckter Mann) und findet dort die „Notiz des verängstigten Mannes“. In der Ecke liegt „Notiz des Folkloristen 3“. Als sie die Tür öffnen will, wird diese von außen verriegelt. Kälte kriecht ihren Rücken hinauf: Der Rachegeist eines brutal ermordeten Mannes (Feindseliger Geist: Vom Kusabi getöteter Mann) greift an! Mio bannt ihn mit der Kamera.
Danach entriegelt sich die Tür. Rechts sieht Mio Mayu langsam tiefer ins Haus gehen (Flüchtiger Geist: Hineingehende Mayu). Sie eilt nach und fotografiert einen flüchtenden Dorfbewohner (Flüchtiger Geist: Fliehender Mann). An der Ecke kriecht sie unter das Geländer und fotografiert durch den Spalt die „Zwillingspuppe 7“.
An der Ecke des Außenflurs blockiert der grausame Geist einer Frau (Feindseliger Geist: Vom Kusabi getötete Frau) den Weg. Nach einem harten Kampf findet Mio am Ende des Flurs den „Geisterstein: Schwach leuchtendes Erz“.
Als sich die Tür öffnet, hebt Mio sofort die Kamera und fotografiert erneut Mayus Rücken (Flüchtiger Geist: Tiefer hineingehende Mayu).
Ängstlich tritt Mio vor, stößt aber an etwas Kaltes – die Leiche einer jungen Frau, deren Mund brutal aufgeschnitten wurde! Mio weicht entsetzt zurück. Ein Blitz erhellt die Große Halle, und Mio sieht voller Entsetzen überall verstümmelte Leichen! Inmitten dieses Blutbads steht eine blutüberströmte Frau im weißen Kimono, und hinter ihr ragt ein riesiges Monster auf, das den absoluten Tod ausstrahlt – der „Kusabi“.
Blutüberströmte Frau im weißen Kimono
Das Lachen der Frau ist schrill und irre. Als der Kusabi Mio bemerkt, kommt er schweren Schrittes auf sie zu.
Gegen dieses unverwundbare Monster ist die Camera Obscura nutzlos. Vor purer Angst verliert die Welt alle Farben und wird schwarz-weiß. Mio rennt um ihr Leben, flieht in den Innenhof, die Treppe hinauf und versteckt sich atemlos. Erst als die erdrückende Präsenz völlig verschwunden ist, löst sich der Kusabi auf.
Nachdem die Gefahr gebannt ist, betritt Mio den vom Kusabi aufgebrochenen Gästezimmer-Flur. Sie betritt ein Zimmer mit flackerndem Licht. Rechts fotografiert sie Mayu, die von einer unsichtbaren Macht geführt wird (Flüchtiger Geist: Geführte Mayu).
Die Tür vor ihr ist mit einem antiken „Dreifach-Raute“-Schloss gesichert.
Durch die dünne Tür ruft Mio: „Mayu! Bist du da drin?“
Mayus schwache Stimme antwortet: „Wir sind doch zusammen geflohen... Alle... sind tot... Ich habe... auf dich gewartet... Wir haben uns versprochen, zusammen zu bleiben...“
Dreifach-Raute-Schloss
Mio kehrt ins Gästezimmer zurück. Der Schatten eines Mannes mit einer Kamera erscheint (Flüchtiger Geist: Mann mit Camera Obscura). Sie findet das „Memo: Alarm-Linse“ und das „Foto: Gästezimmer“.
Mit der neuen Linse nutzt Mio die Funktion „Enthüllen“ aus dem Winkel des Fotos. Ein altes Bücherregal materialisiert sich aus dem Nichts! Mio flüstert: „Es ist wieder wie auf dem Foto...“
Auf dem Regal findet sie die „Notiz des Folkloristen 2“ und „Zerbrochenen Coelestin“, was das [Nebenereignis: Seijiro Makabe] startet. Eine alte Erinnerung durchflutet Mio: Der Folklorist Seijiro Makabe und sein Schüler Ryozo Munakata besuchen das Minakami-Dorf und treffen das Kurosawa-Oberhaupt und die Zwillinge...
Seijiro flüstert ernst: „Das ist also das Minakami-Dorf... Das Ritual, über das man niemals sprechen darf... Wenn ich diesen Ort fotografiere...“
Seijiro Makabe und Ryozo Munakata erreichen das Dorf
Die Kurosawa-Zwillinge
Im Flur fotografiert Mio einen Schatten (Flüchtiger Geist: Ins Zimmer gehender Mann). Sie folgt ihm ins Herrenzimmer, fotografiert ihn beim Nachdenken (Flüchtiger Geist: Flüsternder Mann) und findet das „Depot für Dreifach-Raute-Schlüssel“. An einer Maschine erhält sie das „Ritualbuch: Tabu“.
Ein Foto rutscht unter dem Geländer durch und fällt in die Eingangshalle hinab.
Das herabgefallene Foto
Mio geht zurück ins Erdgeschoss. Im Flur vor der Großen Halle fotografiert sie in der Ecke die „Zwillingspuppe 8“.
In der Großen Halle findet sie die „Notiz des Folkloristen 4“. Im Erdgang fotografiert sie einen fliehenden Dorfbewohner (Flüchtiger Geist: Fliehender Dorfbewohner).
Im Eingangsbereich hebt Mio das „Foto: Dienerzimmer“ auf und flüstert: „Dieser Ort verbirgt den Dreifach-Raute-Schlüssel.“
Im Erdgang fotografiert sie grausige Restbilder (Flüchtiger Geist: Schleichender Schatten, Geschleifter Mann, Mann schleppender Schatten). Der Blutspur folgend, fotografiert sie eine versteckte Gestalt durchs Fenster (Flüchtiger Geist: Mann im Wandschrank).
An der Sackgasse nutzt Mio „Enthüllen“. Die versiegelte Wand wird wieder zur Holztür!
Im blutigen Dienerzimmer findet sie den „Geisterstein: Grün leuchtendes Erz“. Mit der Alarmlinse fotografiert sie einen zitternden Geist (Gebundener Geist: Verängstigter Mann) und findet den entscheidenden „Dreifach-Raute-Schlüssel“.
Zwei vom Kusabi getötete Geister greifen an! Mio wehrt sie ruhig ab, erfüllt von Sorge um Mayu.
Draußen fotografiert sie durch das Fenster eine einsame Gestalt (Flüchtiger Geist: Im Hof wartende Frau).
Als Mio durch die Große Halle zurück will, fällt die schwarz-weiße Stille erneut – der Kusabi blockiert den Weg! Mio weicht aus und flüchtet in den ersten Stock.
Sie steckt den „Dreifach-Raute-Schlüssel“ ins Schloss, und die Tür öffnet sich. Im Puppenzimmer findet sie Mayu schwach hinter einem Paravent.
Paravent
Mayus gebrochene Stimme murmelt:
„Wir haben uns versprochen, für immer zusammen zu bleiben... Alle... sind tot...“
Mio kniet sich weinend hin und stützt ihre Schwester. Mayu öffnet langsam die Augen.
„Mayu... was ist passiert?“
Mayu zittert: „Jemand hat mich gerufen... um das Ritual noch einmal durchzuführen...“
„Das Ritual...?“
Plötzlich umarmt Mayu sie fest: „Wir müssen zusammenbleiben... für immer...“
Mio streichelt sanft ihren Rücken: „Ja. Das haben wir versprochen... Lass uns erst einmal von hier verschwinden.“