„Wenn sich niemand erinnert, bedeutet das, dass es nie existiert hat?“
Nach Misaki und Madoka hat ein weiteres Mädchen die vergessene Insel Rogetsu betreten.
Ruka Minazuki—eine der Überlebenden des Massenverschwindens vor zehn Jahren.
Obwohl sie auf der Insel geboren wurde, verließ sie diesen Ort des Kummers nach dem Vorfall übereilt mit ihrer Mutter Sayaka.
Diesmal ist sie allein zurückgekehrt und sucht nur nach einer Antwort.
Ruka sehnt sich danach, die in der Dunkelheit verlorenen Erinnerungen zurückzuerlangen:
Über ihren Geburtsort, ihren verschwommenen Vater und welche Tragödie sich während des Festivals vor zehn Jahren wirklich auf der Insel abgespielt hat.
Wird Ruka, die allein mit dem Boot auf der Insel Rogetsu ankommt, Rettung finden oder einen endlosen Abgrund?
Ruka betritt erneut die Insel Rogetsu
1F: 101 Mutsuki - Eingangshalle
Ruka betritt langsam die Eingangshalle im ersten Stock des verlassenen Rogetsu-Hauses. Sowie sie die Tür aufstößt, blitzte eine Resterinnerung aus ihrer Kindheit durch ihren Kopf: fünf kleine Mädchen in Festkleidung, die hier einst unbeschwert lachten. Ist dies eine echte Vergangenheit oder eine Illusion, die ihr Gehirn geschaffen hat, um sich selbst zu schützen?
Rückkehr in die von Erinnerungen durchwobene Halle
Sie versucht, die Treppe zum zweiten Stock hinaufzugehen, findet aber das Eisentor fest verschlossen. Im kalten Spalt der Tür findet sie eine vertraute Handschrift: Madokas Notiz 1.
Gezwungen, in die Halle im ersten Stock zurückzukehren, blitzte in der Ferne plötzlich eine vertraute Silhouette auf—es ist Madoka, ihre Gefährtin, die die Insel einen Schritt vor ihr erreicht hatte. Ruka beobachtet, wie sie in Richtung des Aso-Gedenkzimmers verschwindet, hält den Atem an und jagt ihr nach.
Jagd nach der verschwindenden Gestalt
1F: Aso-Gedenkzimmer
Beim Betreten des Raumes kommt eine altmodisch aussehende, imposante Camera Obscura in Sicht—eine Spezialkamera, die in der Lage sein soll, „unsichtbare Dinge“ zu fotografieren und Geister abzuwehren. Im Glasschrank auf der linken Seite erhält Ruka den schockierenden Zeitungsbericht der Vergangenheit, „Mysteriöse Todesfälle auf der Insel“; während in der Nähe des Schreibmaschinentisches in der Ecke ein weiterer beunruhigender Hinweis auf dem Boden verstreut ist: Dr. Asous Notizen 2.
Die zurückgelassene übernatürliche Kamera
Auf dem Boden des rechten Glasschranks hebt Ruka die wichtige Schutzwaffe, die Camera Obscura, zusammen mit Madokas Notiz 2 auf. In diesem Moment bemerkt sie plötzlich, dass im dunklen Archivraum neben ihr ein Paar bösartige Augen sie kalt anstarrt.
Der Voyeur im Dunkeln
Als sie versucht, den Türknopf des Archivraums zu drehen, findet sie ihn durch eine mysteriöse Kraft versiegelt. Ruka hebt ihre neu erworbene Camera Obscura, zielt auf die Tür und drückt den Auslöser. Ein unglaubliches Bild erscheint auf dem Fotopapier—ein verschwommener Hinweis auf ein bestimmtes Maskenornament, der den Schlüssel zum Entriegeln dieser Tür andeutet.
Auf dem Klemmbrett an der rechten Wand vor der Archivraumtür erhält Ruka eine alte Akte: Zeitung „Dr. Asous Besuch“, die die Fußspuren des Erfinders der Camera Obscura aufzuzeichnen scheint.
1F: Korridor
Direkt nach dem Verlassen des Aso-Gedenkzimmers trifft eine eisige Aura ihr Gesicht. Eine Krankenschwester, die eigentlich die Kranken hätte heilen sollen, hat sich nun in einen bösartigen Geist Fuyuko Shiratsuki verwandelt und versperrt den Weg. Nachdem sie diesen Groll mit der Camera Obscura überwunden hat, bewegt sich Ruka den schmalen Korridor entlang und steuert auf die stille Aufzugshalle in der Ferne zu.
Das im Korridor wandernde Frösteln
1F: Aufzugshalle
In der Halle angekommen, blitzte das Phantom des Phantoms Fliehendes Kind vorbei, das in Panik in Richtung des Speisesaals rannte. Der Junge scheint Ruka im Dunkeln zu führen; ist dies ein schelmischer Streich oder eine Einladung in eine tiefere Dunkelheit?
1F: 102 Reigetsu - Speisesaal
102 Reigetsu - Speisesaal
Als sie der Spur des Kindes in den Speisesaal folgt, sieht Ruka den Phantom Mann in der Küche im Schatten versunken. Und am achteckigen Tisch, der sich von der Theke abwendet, scheint die Phantom Krankenschwester, die ihren Schlüssel vergessen hat, besorgt nach einem Gegenstand zu suchen, den sie zu Lebzeiten verloren hat.
Auf der zerbrochenen Tischplatte erhält Ruka den Schlüsselgegenstand zum Vorwärtskommen, den Gravierten Rogetsu-Schlüssel, und einen Leitfaden. Laut dem Hinweis auf dem Leitfaden ist der Mechanismus zum Öffnen der Tür im zweiten Stock im Lager unter der großen Treppe in der Eingangshalle versteckt, und die Decodierungsregel lautet: Die Summe der Zahlen auf dem Armaturenbrett muss 13 ergeben.
Auf dem staubigen Klavier in der Ecke findet Ruka Madokas Notiz 3.
Als sie zur rechten Tür kommt, bemerkt sie, dass der Masken-Anzeigerahmen an der Wand mit dem zuvor im Aso-Gedenkzimmer aufgenommenen übernatürlichen Foto übereinstimmt, aber eine der Masken in ihrem Schlitz fehlt.
In diesem Moment stößt das Phantom Maskiertes Kind ein unheimliches Lachen aus und entkommt durch die Tür—es stellt sich heraus, dass die fehlende Maske in seinen Händen ist.
1F: Korridor
Durch die linke Tür zurück in den Korridor. Vor dem Fenster, das das blasse Mondlicht an der Ecke reflektiert, fängt Ruka die einsame Gestalt des Phantom Mann im Hof ein. In der kleinen Holzkiste am Fenster liegt ein alter Zeitungsbericht: „Letzter Überlebender tot“, der tiefste Verzweiflung zwischen den Zeilen offenbart.
1F: 101 Mutsuki - Eingangshalle
Zurück in die Halle und die Treppe hinauf. Hinter dem Eisentor oben an der Treppe beobachtet das Phantom Kind hinter der Tür schweigend Ruka, als würde es erwarten, dass sie den staubigen Mechanismus entriegelt und sich auf die tieferen Ängste zubewegt.
Auf dem Boden neben der Rezeption liegt ein verblasster Rogetsu Insel Besichtigungs-Flyer verstreut, der im Gegensatz zur aktuellen Trostlosigkeit besonders ironisch wirkt.
1F: Lagerraum unter der Treppe
Auf der linken Seite der Treppe öffnet Ruka erfolgreich das schwere Schloss mit dem Gravierten Rogetsu-Schlüssel und betritt den dunklen, schmalen Lagerraum unter der Treppe. Auf dem Boden hebt sie einen Zeitungsbericht über den damaligen Vorfall auf: „Geheimnis des Verschwindens“.
Das Schalterbedienfeld an der Wand ist voller Rost des Alters. Fünf Schalter steuern jeweils die springenden Zahlen. Basierend auf dem vorherigen Leitfaden unternimmt Ruka einige Versuche und stellt die Passwortkombination auf „45103“ ein, deren Summe 13 ergibt. Begleitet von einem tiefen, alten mechanischen Betriebsgeräusch öffnet sich das Eisentor im zweiten Stock endlich.
Das staubige Tor entriegeln
Langsam geht sie in den zweiten Stock, wo eine Gruppe von Phantome Patienten kehren in ihre Zimmer zurück langsam in den Schatten torkelt, als wäre die Zeit in den Jahren, in denen dieses Krankenhaus betrieben wurde, stehen geblieben.
2F: Stationskorridor im zweiten Stock
Nach nur wenigen Schritten ertönt von hinten ein schleichendes Rascheln, und das Phantom Frau kommt zur Begrüßung taucht lautlos im Korridor auf. Während sie an der zweiten Ecke vorbeigeht, hebt Ruka Madokas Notiz 4 vom Boden auf.
Nicht weit entfernt blitzt das Phantom Kind verschwindet im Zimmer wieder auf und weist den Weg. Ruka hat keinen Rückzugsort und kann nur den Mut aufbringen, die mit „206 Kogetsu“ gekennzeichnete Stationstür aufzustoßen.
2F: 206 Kogetsu
Eine Totenstille durchdringt die Station. Neben dem verwelkten Blumentopf liegen die Kassette: Befragungsprotokoll - Himiko Kiriya und ein kaputter Kassettenrecorder auf dem Sofa, die die Wahnvorstellungen der Patientin zu Lebzeiten aufzeichneten.
Die kalte Kogetsu-Station
Das Tagebuch des Jungen 1 auf dem rechten Schreibtisch enthüllt die Wahrheit, die Ruka die ganze Zeit verfolgt hat: Die gestohlene Maske ist unter dem pechschwarzen Bett versteckt.
Ruka bückt sich und versucht, unter dem tiefen Bett nach즈sehen. In diesem Moment trifft dieser schauderhafte Blick wieder. Der Junge, der zuvor den Weg gewiesen hatte, hockt in der Ecke und stößt plötzlich ein jämmerliches Wehklagen aus—er verwandelt sich in einen aggressiven Geist Kazuto Amaki und erscheint heftig.
Die aufgeschreckte einsame Seele
Nach einem hart umkämpften Kampf vertreibt Ruka den Groll des Jungen mit der Camera Obscura. Sie erhält das Tagebuch des Jungen 2, das er an der ursprünglichen Stelle hinterlassen hat, und gräbt erfolgreich die Korrodierte Maske, die ein grimmiges und fleckiges Gesicht hat, tief unter dem Bett hervor.
Die verrostete Maske
2F: Korridor
Sie verlässt die Station mit der Maske und ist bereit, zum Speisesaal zurückzukehren. Als sie das Ende des Korridors passiert, sinkt die Umgebungstemperatur stark ab und der Geist Natsuki Shiono greift plötzlich an. Sie stößt ein gellendes Brüllen aus und stürzt sich auf Ruka, in dem Versuch, diesen lebenden Menschen für immer in diesem dunklen Korridor zu halten.
1F: 101 Mutsuki - Eingangshalle
Nachdem sie nur knapp entkommen ist, kehrt Ruka in die Halle zurück und durchquert den langen Korridor im ersten Stock. Als sie beiläufig aus dem Fenster blickt, entdeckt sie den Phantom Mann an die Scheibe gepresst, der ausdruckslos und starr zu ihr hineinstarrt, ein markerschütternder Anblick.
1F: 102 Reigetsu - Speisesaal
Endlich zurück im Speisesaal legt Ruka die korrodierte Maske, die sie nach vielen Strapazen zurückerhalten hat, vorsichtig in ihren leeren Schlitz an der Wand zurück. Sowie alle fünf Masken angebracht sind, ertönt aus der Ferne ein dumpfes Entriegelungsgeräusch—das Siegel an der fest verschlossenen Archivraumtür im Aso-Gedenkzimmer ist endlich gebrochen.
Das Ritual der Rückgabe der Masken
1F: Archivraum
Ruka eilt schnell zum Aso-Gedenkzimmer zurück und stößt die schwere Holztür des Archivs auf. In der dunkelsten Ecke findet sie endlich die verlorene Madoka. Die Madoka vor ihr hat jedoch längst ihre Lebenskraft verloren, ihre Seele wurde von der Dunkelheit auf der Insel völlig verschlungen. Da sie sich in den Geist Madoka Tsukimori verwandelt hat, stößt sie ein klagendes Wehklagen aus. Ruka muss ihren Kummer zurückhalten und die Camera Obscura in ihren Händen heben, um das Leiden und die Obsession ihrer lieben Freundin persönlich zu beenden.
Die vermisste Madoka finden
Eine zum Geist degradierte Gefährtin
Nach dem Kampf blickt Ruka zitternd in den Spiegel im Raum, nur um erschreckend festzustellen, dass ihr eigenes Gesicht im Spiegel ebenfalls begonnen hat, verzerrte, schreckliche Spuren wie ein „Erblühen“ zu zeigen...
Ruka wandert in diesem Rogetsu-Haus, in dem die Erinnerungen versiegelt sind, und wird schließlich Zeugin von Madokas Mutation tief im Gedenkzimmer. Offenbart dieser Spiegel, der die Wahrheit widerspiegelt, dass Ruka sich ebenfalls auf das gleiche Schicksal zubewegt?